Frankreich Fahrt 2024

Alle 2 Jahre fährt unser Verein im Rahmen einer Jugendbildung ins Ausland. Wir waren schon mehrfach in Kroatien und zweimal in Frankreich. Dieses Jahr sollte es nach Blois gehen. Diese wunderschöne Stadt ist auch die Partnerstadt von Weimar. Unterstützt wurden wir vom Deutsch Französischen Jugendwerk, der Thüringer Sportjugend und der Stadt Weimar. Viel Spaß nun beim Lesen der täglichen Berichte unserer Jugend.

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Frankreich 2017

Tag 1 – Auf nach Frankreich

Nach 18 Stunden hatten wir endlich unser Ziel erreicht, Concarneau in der Bretagne im Westen Frankreichs. Nach einem kurzen Schläfchen haben wir ein wenig die Umgebung erkundet und uns mit der Gegend vertraut gemacht. Daran anschließend war nach einem kurzen Abendessen das Bett wieder nicht weit, schon relativ zeitig ist in der Jugendherberge Ruhe eingekehrt.

 

Tag 2 – Fische und Sprachprobleme

Gut gestärkt starteten wir nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir zu einer erneuten Stadtbesichtigung und zum „Musee de la Peche“. Dieses kulturell sehr wertvolle Museum weckte bei Allen großes Interesse. Es gab für Klein und Groß viel zu sehen. Egal ob ein zu besichtigendes Schiff, Concarneau in Miniatur oder eine Riesenkrabbe, alle waren begeistert und haben aufmerksam gelesen oder das Museum erkundet. Anschließend haben wir uns auf eine kleine Einkaufstour begeben wo wir sehr viel Kontakt zu den Landsleuten hatten. Diese begegneten uns freundlich, aufgeschlosssen und halfen auch bei Sprachproblemen gerne aus.

Im Anschluss haben wir über die Aufgaben der Jugendvertretung im Verein gesprochen. Demokratisches Zusammenleben und die Rechte und Pflichten, welche Jugendliche haben wurden kurz besprochen. Als Beispiel haben wir in mehren kleinen Teams die Planung einer Jugendfahrt durchgespielt. Bei einigen ging es in die Niederlande und bei anderen nach Kroatien. Mal sehen, ob diese Pläne 2018 wahr werden.

Nach einer kurzen Pause haben wir Landeskunde und Sport verbunden indem wir bei einem lockeren Lauf die Küste von Concarneau für uns entdeckt haben. Dabei bestaunten wir die Landschaft und den, für uns eher seltenen, Ozean. Der eigentliche Plan war ein Training mit unseren französischen Freunden, welche uns unmittelbar absagen mussten.
Den Abend ließen wir mit einem gemeinsamen Essen ausklingen, und begaben uns dann in unsere Zimmer um erholt in den nächsten Tag starten zu können.

Sylvia und Felix Tischler

 

Tag 3 – Hobbithäuser

Nach einem gemütlichen ausgiebigen Frühstück fuhren wir mit unseren Bussen gemeinsam in die Künstler-Stadt Pont-Aven. Nach einem gemütlichen ausgiebigen Frühstück fuhren wir mit unseren Bussen gemeinsam in die Künstler-Stadt Pont-Aven. Wir liefen durch hüpsche Gassen und sahen in jedem Schaufenster wunderschöne Gemälde von Künstlern wie z.B. Émile Bernardoder Paul Srérusier.

Um die französischen Esskulturen kennen zu lernen besuchten wir ein niedliches Restaurant und aßendie köstlichen Spezialitäten des Landes. Anschließend fuhren wir zu dem Dorf Kerascoet. Wir nannten es „Hobbitdorf“, da die steinernen Reet gedeckten Häuschen außergewöhnlich klein waren. Am Nachmittag trafen wir uns alle zusammen im Aufenthaltsraum, um uns gemeinsam über die Unterschiede der deutschen und französischen Küche zu unterhalten.Gegen fünf Uhr trafen wir uns, um uns nochmal sportlich zu betätigen: ein kleiner Lauf zu Strand, dort ein Kraft-Ausdauer-Zirkeltraining und anschließend folgte ein kleiner Wettlauf. Zu Hause gingen erst mal alle duschen, bevor wir zu Abend aßen.

 Mathilda & Thaddäus

 

Tag 4 – Ganz im Westen

Wir frühstückten, wie die letzten zwei Tage auch, in unserer Jugendherberge mit Ausblick auf den Atlantik und dem ersten sonnigen Tag unserer Fahrt. Nachdem wir unsere Sachen für den Tagesausflug gepackt hatten, fuhren wir mit zwei Bussen und unserem Reiseführer und Freund Michelle an den westlichsten Punkt Frankreichs: die „Pointe du Raz“. Von dem Parktplatz aus, sahen wir schon die steinige Küste und die Atemberaubende Aussicht. Doch zuvor mussten wir erst durch die Heide und an einigen Bunkern vorbei laufen. Diese regten uns zum Gespräch mit Michelle an, der uns von historische Ereignisse erzählte und es war für uns kaum vorstellbar, dass hier, an so einem friedlichen Ort, vor vielen Jahrzehnten ein Krieg herrschte. Endlich an den Klippen angekommen, aßen wir mit Blick auf das unter uns liegende türkise und tobende Wasser unser typisch französisches Picknick. Nach dem wir uns gestärkt hatten, verbrachten wir noch einige Zeit, bei herrlichem Sonnenschein, auf den schwindelerregend hohen Klippen, mit ausblick auf die Insel „Quessant“ und die zwei davor liegenden alten Leuchttürme. Auf dem Rückweg zu unseren Bussen kauften wir noch einige Postkarten, um sie an unsere Familien zu schicken. Da unser nächstes Ziel die „Kathedrale Saint Corentin“ war, fuhren wir durch die malerischen Dörfer der Bretagne, nach „Quimper“. Die Große Kathedrale mit den wunderschönen bunten Fenstern, konnten wir aber erst besichtigen, nachdem unsere jüngsten ein paar runden auf dem davorstehenden Karussell gedreht und das landestypische Shishi gegessen hatten. Wir schlenderten noch ein bisschen durch die Altstadt und fuhren danach wieder nach Concarneau, um noch vor dem Abendessen ein Training am Strand absolvieren zu können. Danach ließen wir bei einem Spaziergang am Hafen den Abend gemütlich ausklingen.

Lea & Lea

 

Tag 5  –  Ville Close 
An diesem Morgen konnten wir bei einem guten Frühstück einen besonders schönen Sonnenaufgang beobachten. Auch Michell war an diesem Morgen bei uns, denn heute stand eine sehr spannende Führung im Ville Close auf dem Programm. Diese sollte von Michell geführt werden, der dort geboren ist und uns somit aus einer ganz anderen Sicht erzählen konnte. Wir haben also unsere Sachen gepackt und sind zum Ville Close gegangen welches keine 500 Meter von unserer Jugendherberge entfernt war. Das Ville Close ist der Ursprung des heutigen Concarneau und fast vollständig von Wasser umgeben. Über eine große Steinerne Brücke gelangt man durch das große Tor in die Urstadt. Diese ist von hohen Mauern und Wachtürmen umgebenen welche bei Besichtigung einen unglaublichen Ausblick auf ganz Concarneau und den Atlantik garantieren. Im Kern der Festung findet man eine belebte Marktstraße welche von vielen kleinen Ständen und Läden gesäumt wird, diese verkaufen Französische Spezialitäten unteranderem die Sardinenbüchse welche dort erfunden und selbst heute noch von Handarbeit gefertigt wird.
Wir erhielten eine sehr spannende Führung von Michell der uns auch viel aus früheren Zeiten der Festung erzählen konnte da er wie schon gesagt dort aufgewachsen und seine Kindheit in Ville Close verbracht hat. Wir haben viel über die Geschichte, Sprache und Kultur dieser Stadt erfahren. Es ist ein tolles Gefühl durch die Gassen und auf den Mauer spazieren zu gehen da man sich so gut in die damalige Zeit einfühlen und die Lebensformen nachempfinden kann.
Nach diesem gelungenem Vormittagsprogramm wurde ein ordentliches Mittag gegessen bevor man den nächsten Programmpunkt in Angriff nahm. Dies war eine Stadtrally bei der das heutige Concarneau erkundet werden sollte. Diese sollte in zwei Gruppen ausgeführt werden welche kurzerhand gewählt wurden. Die Aufgaben waren sehr unterschiedlich. So dass wir auch unsere Französischkenntnisse gefragt wurden. Es gab Aufgaben für die Kreativität wie zum Beispiel selbst gedrehte Videos zum musee de pechè oder oder zum Sport im Vergleich von Frankreich zu Deutschland.  Aber auch welche in denen man in den Kontakt mit Franzosen kam und sich mit ihnen verständigte. Schlussendlich sollten die Ergebnisse beider Gruppen an einem der volgenden Abende verglichen und ausgewertet werden. Wir waren sehr überrascht, dass Pfirsich und Fischerei das selbe Wort waren.
Am Abend sind wir dann entlang des Strandes gejoggt der dann aber durch ein anschließendes Selbstverteidigungstraining abgelöst wurde. Hier haben uns viele französische Jugendliche zugesehen.
Zum Abendbrot haben wir ein ausgiebiges drei-Gänge-Menü serviert bekommen.
Nach dem Abendbrot hat sich dann nochmals der Jugendrat getroffen um den Tag auszuwerten.die damalige Zeit einfühlen und die Lebensformen nachempfinden kann.
Nach diesem gelungenem Vormittagsprogramm wurde ein ordentliches Mittag gegessen bevor man den nächsten Programmpunkt in Angriff nahm. Dies war eine Stadtrally bei der das heutige Concarneau erkundet werden sollte. Diese sollte in zwei Gruppen ausgeführt werden welche kurzerhand gewählt wurden. Die Aufgaben waren sehr unterschiedlich. So dass wir auch unsere Französischkenntnisse gefragt wurden. Es gab Aufgaben für die Kreativität wie zum Beispiel selbst gedrehte Videos zum musee de pechè oder oder zum Sport im Vergleich von Frankreich zu Deutschland. Aber auch welche in denen man in den Kontakt mit Franzosen kam und sich mit ihnen verständigte. Schlussendlich sollten die Ergebnisse beider Gruppen an einem der volgenden Abende verglichen und ausgewertet werden.
Am Abend haben wir dann noch einen Lauf entlang des Strandes gemacht der dann aber durch ein anschließendes Selbstverteidigungstraining abgelöst wurde.
Zum Abendbrot haben wir ein ausgiebiges drei-Gänge-Menü serviert bekommen.
Nach dem Abendbrot hat sich dann nochmals der Jugendrat getroffen um den Tag auszuwerten.
Fridolin Sommerfeld und Ludwig Nauhaus

6 Tag – Oceanopolis

Nach dem gewöhnlichen Frühstück, ging es nach Brest. Dort wartete schon das Oceanopolis auf uns.  In dem gibt es viele Aquarien mit den verschiedenen Ozeankreaturen.  Das Oceanopolis teilt sich auf 3 Abteilungen: Tropen, Polare und Bretagne. In Tropen sieht man die Aquarien mit Quallen, Islandfische, Ozeanpflanzen usw. In Polare: Pinguinen, Königskrabben, Robben und andere Ozeanbewohner, die im Polaren Bereich existieren. In Bretagne: Seeigel, Hummer, sogar ein seltener, blauer Hummer,  Fische und andere Tiere und Pflanzen. Neben den Aquarien gab es noch spanende Modelle der Wasserbewohner  und die Information über ihre Biologie und Leben. Diese Modelle sind ein wunderschönes Mittel um die Vorstellung des Lebens zu verbessern. Zum Beispiel  gab es ein Modell des Wales, welches seine Nahrungsaufnahme und die richtige Größe erklärt. Die Ausstellung im Oceanopolis gibt nur einen kleinen Teil des reichhaltigen Lebens im Ozean wieder. Das Leben in den Meeren ist allerdings durch Umweltverschmutzung, Überfischung und Klimawander bedroht, dass die Tiere uns die Botschaft vermitteln: „Macht unseren Lebensraum nicht kaputt!“  Am Ende des Tages gingen wir mit dem Franzosen Michelle  in einer Fischhalle, wo die frische Ozeanbewohner im Eis lagen. Dort kommt man als Toursit normal nicht hin. Wir konnten sie mit der Hand berühren und genau anschauen. Es war sehr spannend zu sehen, wie  Gross die Vielfalt und die Verschiedenheit des Lebens im Ozean ist. Die Fischer sprachen kein Englisch. Wir erfuhren mit unserem nicht so gutem Französisch, dass die Fangquoten sich extrem reduziert haben. Es gibt nur noch einen Bruchteil zu fangen, im Vergleich zu früher. Viele Fischer aus Concarneau haben den Beruf wechseln müssen.

Dieser Tag war einer der schönsten Tage in Frankreich!

 

7 Tag – Abschied

Ganz früh ging es auf den Markt. Es gab sehr viel zu sehen und zu probieren. Es wurde festgelegt, dass unsere Jugendlichen sich nur auf Deutsch und Französisch verständigen durften. Einige probierten Salami mit Trüffel, Feigen oder Champagner. Typisch ist hier eine Wurst, die aus Schweinemägen gemacht wird. Der Geschmack war überhaupt nichts für unsere Zungen. Im Brot gab es Wallnüsse.

Es gab auch sehr viele unterschiedliche Weintraubensorten auf dem Markt. So eine Auswahl hat man in Deutschland nicht. Auch waren viele Weintrauben viel süßer und geschmacksintensiver, als das was wir hier so kennen. Es gab viel mehr verschiedene Sorten an Früchten.

Michelle tauchte auch noch mal auf. Er hatte mit einer Sportmanschette mit Jugendlichen eines Basketball Vereines gesprochen. Es bahnt sich hier ein neuer Austausch an. Im Frühjahr 2018 soll bei einem kurzem Besuch die Details besprochen werden.

Dann haben wir unsere Zimmer geräumt und uns mit Essen für die Fahrt eingedeckt. Der Chef der Jugendherberge wünschte sich, dass wir wieder kommen. Wir uns auch!

Jara und Christian

 

Fazit

Wir hatten eine tolle Woche. Michelle ermöglichte es uns, dass wir mehr sahen, als der normale Tourist. Viel erfuhren wir über den Wandel der Stadt Concarneau. Die Umwelt verändert sich und auch die Arbeitsbedingungen. Vieles ist wie bei uns. Die Unterschiede in der Esskultur oder auch die Sprache waren kein Problem.

 

Danke

Unsere Jugendbildung in Frankreich wurde unterstützt vom Deutsch Französischen Jugendwerk und dem Thüringer Ju-Jutsu Verband.

Gäste aus Concarneau

Ein Jahr haben wir auf den besuch gewartet. 2015 waren wir im wunderschönen Concarneau so herzlich empfangen wurden (Bericht Frankreich 2015). Dieses Jahr waren wir die Gastgeber. An einem Tag ohne viel Sonnenschein kamen Sie zu uns. Natürlich gab es als erstes eine Bratwurst.

Die Judoka vom Dojo Philibert Tregunc wohnten in der Jugendherberge. Wir nutzten die Tage und neben dem Training schauten wir uns Weimar an, besuchten Buchenwald, stiegen auf den Petersberg in Erfurt, machten Jena unsicher und besichtigten Dresden. Beklemmend waren die Stunden auf dem Ettersberg. Die Jugendlichen verstanden nun sehr gut, was Rassismus und Feindbilder bedeuten können. Der Wert des Jugendaustausches wurde so sehr deutlich.

Besonders der Besuch der Therme in Jena fanden alle gut. Täglich gab es Judo und Ju-Jutsu Training. Wir hatten wirklich viel Spass und freuen uns auf unseren Besuch 2017.

Weihnachtsfeier 2015

„Lebendige Dekoration“ – in unserem Verein weihnachtet es

Von weihnachtlichen Klängen und Plätzchenduft angelockt, fanden am 28. November 2015
fast 30 Mitglieder den Weg zu unserer Vereinsweihnachtsfeier.
Zu Kaffee, Kakao, Stollen und Plätzchen gaben Luisa und Christian einen Rückblick auf die Frankreichfahrt unserer Jugend und weckte Vorfreude auf die Franzosen, die uns im Oktober 2016 besuchen.
Mit Watte, Tannenzweigen, Papier, Schnur und Schere bewaffnet, dekorierten anschließend alle um die Wette Lena als Tannenbaum, Chiara als einen bezaubernden Engel und Jakob als Weihnachtsmann. Einen klaren Sieger gab es nicht, Spaß und viel Gelächter begleiteten die Verwandlungen.

Mit Spannung und leuchtenden Augen erwarteten vor allem unsere Kleinen das Wichteln. Was der Weihnachtsmann alles wusste…
Den Lacher hatte Jara auf ihrer Seite, als sie mit ihren 6 Jahren feststellte, „Der Weihnachtsmann hat Katja-Augen“. Wie das wohl kommt?

Wieder war die Weihnachtsfeier ein voller Erfolg und eines ist nun sicher: Unser Vorsitzender kann sogar ein Weihnachtslied brummen.

Die Erwachsenen startenden dann zu später Stunde wieder das legendäre Schrottwichteln. Heiß begehrt war ein Korkenzieher und 4 Plaste Tonfa. Der ein oder andere war froh, dass er keinen Schrott mitnehmen musste.

Katja Ludwig

Frankreich 2015

Tag 1

Lange haben wir der Abfahrt am 09.10.2015 entgegen gefiebert. Endlich legten wir über 1.400 km zurück und erreichten das wunderschöne Concarneau. Nach kurzweiligen 17 h erreichten wir unser Ziel und kennen nun alle  Kapitel der Chroniken des Kängurus. Nun konnte es also losgehen mit der non-formalen Bildungsfahrt und den Themen Europabewusstsein und Gender Mainstreaming.

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So einen herzlichen Empfang haben wir um 7 Uhr morgens nicht erwartet. Es gab ein tolles Menu als Frühstück, welches aus vielen Gängen bestand. Einige von uns waren mit dem wenigen Schlaf und dem Festessen wirklich überfordert. Wir sind dann erst mal alle ins Bettchen gekrochen. Das Haus von Marie ist fantastisch. Jeder Raum hat einen Bezug zum Meer und der Region. Selbst die Toiletten sind einmalig schön gestaltet.

Gegen Mittag sind wir wieder aufgewacht. Schlaf wird auch überbewertet und haben uns das Meer angesehen. Das ist so schön hier! Ein Segelverein übte gerade vor uns mit seinen Booten. Den Kindern und Jugendlichen schauten wir lange hinterher. Endlich ging es zum Dojo des französischen Vereines St. Philibert. Die Halle ist super. Da könnten sich die Stadtväter unserer schönen Stadt Weimar einmal ein Beispiel nehmen. Unsere marode Halle in Weimar wird den Franzosen nächstes Jahr wohl „spanisch“ vorkommen.

Emiliy, Luisa und Christian schauten sich erst das Kindertraining an. Es war interessant, wie andere mit den kleinen Kindern umgehen. Wir hatten nun endlich den richtigen Rahmen um ein paar Geschenke loszuwerden. In die Hände unserer französischen Gastgeber gelangten originale Knusperflocken, Wurst und Bier aus unserer Region, ein echter Dresdner Stollen und 2 SEISHIN-T-Shirts. Danach gab es ein tolles Judotraining für alle. Wir lernten und intensivierten einen Fußwurf. Angeregter Austausch im Anschluss liess erahnen, dass die nächsten 7 Tagen sehr interessant werden.

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Wir wurden auf verschiedene Gastfamilien für die Nacht aufgeteilt. Morgen ist ein neuer Tag und wir sind sicher, dass dieser wieder neu und aufregend werden wird. Es war wirklich schön, Marie wieder zu sehen. Es ist kaum zu glauben – die sind alle hier so nett.

Christian Zink

 

Tag 2

Auch neun Stunden Schlaf konnten uns nicht mehr retten. Als wir dann trotzdem irgendwie am Frühstückstisch angekommen waren, hing schon der Kaffeduft in der Luft und wir wurden bestens auf das nächste Vorhaben vorbereitet. Es ging an den Strand. Nicht zum Baden, nicht zum Sonnen. Nee, zum Laufen! Unsere Motivation war im Keller. Als wir dann jedoch angekommen sind wurde unsere Laune schlagartig besser. Der Ausblick von der Klippe über das Meer hat eine für uns eher seltene aber sehr angenehme Laufatmosphäre geschaffen. Die französischen Jugendlichen hatten die Laufschuhe schon an. Da wollten wir uns von der besten Seite zeigen. Nachdem der scheinbar anstrengendste Teil  hinter uns lag, ging es mit Staffelläufen weiter. Wiir haben uns dann die Füße ein bisschen im Meer abgekühlt, bevor wir das Training mit Sprintübungen und Strandrugby fortsetzten. Die Franzosen lieben Rugby. Wir waren zufrieden, wenn auch fix und fertig. Die französischen Jugendlichen erzählten uns, dass sie öfter Strandtraining machen. So langsam gewöhnen wir uns an das viele leckere Essen. Wer weiß, ob unsere WettkämpferInnen nach dieser Zeit noch in ihren ursprünglichen Gewichtsklassen zugelassen werden.

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Irgendwann hatten wir mit unserem momentan körperlich leicht eingeschränktem Trainer* langsam die mehr oder weniger in einer Festung liegende, wirklich schöne Altstadt durchlaufen. Jeder konnte Postkarten besorgen und die meisten haben auch schon angefangen diese zu schreiben.

Die Jugendherberge liegt mitten in der Stadt und direkt am Meer. Am Abend gab es ein leckeres 3 Gänge Menu in der Jugendherberge. Das haben wir nicht erwartet. Nach dem Abendessen diskutierten wir noch über Demokratie und Verein. Insbesondere die Mitwirkungsmöglichkeiten von Jugendlichen in Vereinen und was wir dabei für die Demokratie lernen können, haben wir ausgiebig erörtert.

 

Luisa Brunner

 

* Christian hat sich leider etwas überschätzt und gemeint nicht abklopfen zu müssen. Er hat die Grenzen seiner Kniebänder kennen gelernt und eines davon angerissen.

 

Tag 3

Es war noch dunkel als unser Wecker klingelte. Um 8 gab es Frühstück. Dann trafen wir Michel. Er zeigte uns die eingeschlossene Stadt und berichtete über die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Briten und Franzosen, als es noch keine Europäische Union gab. Die innere Stadt ist eine Festung im Hafen von Concarneau, die in 300 Jahren kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen Frankreich und Großbritannien der Bevölkerung immer wieder Schutz geboten hat. Nach diesem kleinen Spaziergang durch die Festungsstadt schauten wir uns das Fischereimuseum MUSÉE DE LA PÊCHE in Concarneau an. Dort zeigte uns Michel die interessantesten Sachen und erklärte alles zu Urzeitfischen und Fischerbooten.

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Ein Mann aus Concarneau erfand die Fischdose, welche wir auch gut in Deutschland kennen. Danach aßen wir auf einem Wochenmarkt zum Mittag Crêpes mit Ei, Käse, Karamell oder Nutella. Nachdem alle gestärkt und gesättigt waren zogen wir mit Kescher und Eimer los und fingen Krebse, Krabben und sogar Fische. Nachdem alle Tierchen wieder frei gelassen worden waren, bemerkten einige mit Schrecken, dass die Flut eingesetzt hatte. In der Ferne konnte man einen einsamen Schuh auf dem Wasser treiben sehen.

Von dem Schrecken noch nicht ganz erholt stiegen wir ins Auto und fuhren an einen abgelegenen aber wunderschönen Ort um ein bisschen spazieren zu gehen. Christian ließen wir dabei mit Michel lieber in der Nähe des Autos damit er nicht so weit laufen muss. Anschließend ging es in einen riesigen

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Supermarkt um die wichtigsten Dinge einzukaufen. Raus kamen wir mit 4 riesigen Plüschbären und einer Menge Süßigkeiten  sowie Getränken. Die gesunden Sachen kamen dabei etwas zu kurz. Als wir wieder in der Jugendherberge angekommen sind, hatte jeder ein bisschen Zeit für sich.

Emily Kurth vom SV Groitzsch

 

Tag 4

Heute begann der Tag mit einem Ausflug in das historische Dorf Locronan. Die Gebäude des Dorfes waren aus dem traditionellen Granitstein, welcher vor Ort aus der Erde gewonnen wird, gebaut. Die Gebäude unterlagen gotischen und keltischen Einflüssen. Wir besichtigten den katholischen Friedhof wie zwei Kirche, in welchen die bunten Fenster sehr beeindruckend waren.

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Wir genossen vor der Heimfahrt eine interessante Führung durch die Gassen Locronans. Anschließend fuhren wir zur westlichsten Spitze Frankreichs am Pointe du Raz. Die Aussicht war unglaublich. Beim Picknick auf den Felsen hatten wir einen gefiederten Gast, der mit reichlich Baguette gefüttert wurde.

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Frisst mehr als sie wiegt.

Wir bereiteten uns mit entspanntem Gitarrespielen auf das Training am Abend vor. Die Fahrt über herrschte eine angespannte Stimmung, da wir erfuhren, dass uns der zweifache Olympiamedalliengewinner Marc Alexandre trainieren sollte. In der Halle angekommen, wurden wir freundlich von den französischen Trainern und anderen SportlerInnen in unserem Alter empfangen. Das Training war sehr gut.

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Es machte Spaß und forderte gleichzeitig in einem angenehmen Maß. Im Bodenkampf machten wir ein ausgezeichnetes Bild. Die Erfolge auch gegen deutliche höher Graduierte sorgten für viel Freude und Motivation für die nächsten Tage. Nach dem Training wurden Fotos gemacht und über die positiven Eigenschaften des Austausches zwischen Deutschland und Frankreich geredet. Auch der Judo Club in Guidel empfing uns sehr freundlich und alle waren so nett zu uns. Zum Abschluss gab es Orangensaft und etwas zum Essen. Wir wurden angenehm verabschiedet und begaben uns auf die Heimfahrt bei welcher wir uns über das Training austauschten. Zu Hause angekommen gab es Essen und wir gingen zu Bett.

Zoè Wiedermann und Lena Thieme

 

5. Tag

Heute besichtigten wir nach dem Frühstück die kleine Stadt Pont-Aven. Dort wurde uns das schöne Zentrum mit dem malerischen Fluss und den vielen Wassermühlen gezeigt. Wir schauten uns viele künstlerische Schaufenster und Läden an. Pont-Aven ist auch sehr bekannt für die vielen Maler die hier gewohnt und gewirkt haben. Einer der bekanntesten Maler Paul Gauguin unterlag auch dem Charme dieser kleinen Stadt. Wir haben auch alle das goldene Hermelin von Xaver Grall berührt.

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Mitten in der Stadt. Früher wurde hier die Wäsche gewaschen.

Auf dem Rückweg hielten wir noch in einem sehr kleinen und mittelalterlich wirkenden Dorf. Dort schauten wir uns die niedlichen Häuser an, die alle mit Stroh bedeckt waren und die so niedrig waren, dass man kaum durch die Tür gepasst hätte. Nur Frodo Beutlin ist uns nicht über den Weg gelaufen. Danach fuhren wir zurück in die Jugendherberge, wo wir Zeit hatten, uns auszuruhen, in die Stadt zu gehen und auch Mittag zu essen. Am Nachmittag fuhren wir dann alle zusammen zum Judotraining in die Sporthalle. Dort trainierten wir mit den französischen Mädchen und Jungen zusammen. Die letzte Stunde leiteten Christian und Hans-Olaf ein Ju-Jutsu-Training, bei dem wir Schläge und Tritte geübt haben Auch die Verständigung mit den Franzosen funktionierte sehr gut, obwohl die meisten von uns ja kein Französisch sprechen. Mit Händen und Füßen ging es doch! Europabewusstsein geht auch barfuß auf der Matte.

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Dieses Bild malte ein französischer Junge für Christian

Am Ende des Trainings wurden wir von den Franzosen noch reich beschenkt, wir bekamen unter anderem auch Vereins-T-Shirts und wurden kurzum zu Mitgliedern des tollen Judo Vereins St Philibert. Dass die uns 2016 besuchen, steht fest. Das wird eine Mammutaufgabe werden, deren Gastfreundschaft bei uns zu toppen. Anschließend wurden wir noch herzlichst von dem Training verabschiedet und fuhren zurück zur Jugendherberge.

Isidor Menke

 

6. Tag

Nach dem Frühstück fuhren wir nach Brest, dort besichtigten wir in das Océanopolis, ein großes Salzwasseraquarium. Zu erst schauten wir uns die Tiere und Pflanzen der tropischen Gewässer an. Haie, Korallenriffe und viele bunte Fische konnten wir lebendig sehen und beobachten. Christian erzählte uns viel von seinen eigenen Taucherfahrungen. Uns wurde klar, was für eine Artenvielfalt und Schönheit durch uns Menschen zerstört wird.

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Nach einer kleinen Essenspause zogen wir uns warm an und gingen zum Bereich der polaren Gewässer. Pinguine, Robben und riesige Krebse erwarteten uns dort. Es war erstaunlich, wie schnell und geschickt sie sich Unterwasser bewegen konnten. Als Letztes schauten wir uns eine Ausstellung zu den Gewässern des westlichen Frankreichs (Finistere) an, welche einheimische Fische und Seepflanzen zeigte. Sie war besonders schön gestaltet. Danach hatten wir Zeit, Brest auf eigene Faust zu erkunden. Wir teilten uns in kleinere Gruppen auf und gingen einkaufen und aßen etwas. Zum Glück hat es nicht geregnet, etwas was in Brest eine Seltenheit ist. Nach eineinhalb Stunden trafen wir uns wieder und fuhren erschöpft wieder zurück in die Jugendherberge von Concorneau.

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Das Abendbrot bestand wieder aus 3 Gängen. Wir sind immer wieder überrascht, was für ein tolles Abendessen wir in einer Jugendherberge genießen. Wenn das Frühstück auch so wäre, würden wir hier bleiben. Gegen 21 Uhr gingen wir mit Michel zum Fischmarkt. Er hat früher als Fischhändler dort gearbeitet und zeigte uns die frisch gefangenen Fische, welche in Kisten mit Eis gelagert wurden. Morgens gegen fünf Uhr werden sie alle an Händler weiter verkauft.

Nach diesem interessanten Einblick ging der fischlastige Tag zu Ende und wir verkrochen uns schnell ins Bett.

Jakob Halbauer und Jakob Stieff

 

7. Tag

Heute waren wir in Quimper. Wir sind in den vergangenen Tagen mehrfach daran vorbeigefahren. Die Franzosen haben uns dabei regelmäßig gesagt, es gäbe dort eine eine ganz tolle Kirche. Wir wurden bei der Besichtigung derselben auch nicht enttäuscht.

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Für ein bisschen Sprachverwirrung sorgen die unterschiedlichen Begriffe von uns und den Franzosen hinsichtlich verschiedener Kirchen. Sie nennen das Bauwerk „Cathédrale Saint Corentin“. Im Deutschen ist eine Kathedrale aber ein Bischofssitz, weshalb es für uns ein Dom ist. Wir haben erneut das Problem der „falschen Freunde“ in der Sprache festgestellt. Der Dom selbst ist beeindruckend. Die farbigen Fenster mit Bibelszenen geben ein lebendiges Bild vergangener Zeiten. Das Gleiche gilt für die Särge mit Statuen der Würdenträgern, die sie enthalten. Wie fast alles hier in der Gegend besteht der Dom aus Granit, was einen Eindruck von Festigkeit vermittelt. Gleichzeitig ist daher auch die vorherrschende Farbe grau. Nach der Dombesichtigung haben wir die Altstadt erkundet. Wie der Dom besteht sie weitgehend aus Granit, mit einigen Fachwerkanteilen. Besonders interessant fanden wir die Markthalle, in der viele Stände unter einem Dach vereint sind und wo für alle Geschmäcker passendes Mittagessen gefunden wurde. Auch hier fiel wieder auf, dass die Franzosen sehr viel Wert auf gutes Essen legen. Hier in Meeresnähe liegt ein Schwerpunkt dabei auf dem Fisch. Was Fischhändler in ihrer Auslage haben, zappelt oft noch. Das finden die Vegetarier unter uns nicht gut, weil ihnen die Tiere leid tun.

Lena ließ es sich nicht nehmen,  französischen Jugendlichen die Kraft eines Ju-Jutsuka zu demonstrieren. Sie griff beherzt die Rugbymaschine an und sorgte für lange Gesichter bei den männlichen Rugbyspielern.

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Wir haben uns dann wieder auf den Weg in die Jugendherberge gemacht. Dabei haben wir an einem Supermarkt angehalten, um Lebensmittel für die morgige Heimfahrt und zum Mitnehmen einzukaufen.  Das 3 Gänge Menu in unserer schönen Jugendherberge direkt am Atlantik toppte am letzten Abend alle vorherigen guten Abendessen. Die Franzosen haben wirklich eine ausgezeichnete Küche.

Es ist schade, dass die Zeit so schnell rumgegangen ist. Wir würden gerne noch eine Woche bleiben. Unsere Franzosen sind dabei, einen Gegenbesuch für 2016 zu planen. Das wird sicher interessant.

 

Hans-Olaf Richter

Rückfahrt

Der letzte Tag. Beim Frühstück sind uns alle einig, dass die Woche viel zu kurz war. Wir resümieren und stellen einige Unterscheide zu Deutschland auf:

  • + Man isst Crêpes am Morgen.
  • + Dem Frühstück wird in der Bretagne nur geringen Wert zugemessen. Müsli, Milch sind okay. Zwei Marmeladen mit gesalzener Butter müssen reichen.
  • + Dafür ist das Abendessen der Knaller. In keiner Jugendherberge zuvor, erhielten wir ein 3 Gänge Menu, welches so schmackhaft ist.
  • + Frauen werden mit zwei virtuellen Küsschen begrüßt. (Erst links, dann rechts und nie auf den Mund!)
  • + Wegwerfbecher, Plastebesteck und der viele Plastikmüll bei den Lunch-Paketen kennen wir so auch nicht. Das muss nicht sein.
  • + Man ist Crêpes zwischendurch.
  • + Dass Crêpes mit Nutella lecker sind, wussten wir. Das geht auch mit Käse, Wurst und Ei und heißt dann Crêpes komplett.
  • + Auch für Vegetarier gilt: Iss süß oder mit Fleisch J (Also süß)
  • + Lebende Krebse im Supermarkt sind hier normal.
  • + Wir Deutsche brauchen einen Plan und der muss eingehalten werden. In Frankreich geht es aber auch so. Flexibilität ist alles.
  • + Der Apfelwein Cidre zählt nicht als Alkohol, für uns schon.
  • + Man isst Crêpes am Mittag.
  • + Es gibt Ebbe und Flut. Stellt man seine Schuhe bei Ebbe ans Meer, dann sind sie bei Flut weg.
  • + Man (also Frau) kann auch quer im Kreisverkehr mit dem Auto stehen. Die Franzosen sind sehr höflich und ruhig im Straßenverkehr.
  • + Das Mittagessen besteht nicht aus Scampi und Radieschen. Das ist nur der erste Gang! Danach kommen noch mehre Gänge. Nur Deutsche essen alles auf.
  • + Eine Kugel Eis ist exorbitant teuer. (2,50 € und mehr!)
  • + Das Dorf von Asterix liegt in der Bretagne. Offensichtlich liegt das Auenland von Bodo Beutlin in der Nähe von Concarneau.
  • + Auch wenn das Dojo „Halle des Sport“ heißt, ist es keine deutsche Halle. Wir hätten sehr gerne eine ähnliche Halle und nicht unser marodes Gebäude in Weimar.
  • + An der Crepespfanne stehen Frauen und die Männer sitzen und schnacken. In Thüringen ist es genau anders herum. Da stehen die Männer am Rost und die Frauen sitzen.
  • + Für Judo und Ju-Jutsu ist es egal, welche Sprache man nicht kann. Sport braucht keine Worte und Freundschaften entstehen ohne große Sätze.
  • + Man isst Crêpes auch abends.
  • + Manche Muscheln schmecken so, wie der Hafen bei Ebbe riecht.
  • + Weder von Weimars höchsten Hügel, noch vom westlichsten Punkt des französischen Festlandes Pointe du Raz kann man die Freiheitstatur von New York sehen
  • + Mann ist immer Crêpes und sie schmecken.

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Danach geht es an den Hafen. Wir schauen uns die Segel- und Motorschiffe an. Hans-Olaf möchte eine kleines, Jakob das orangene und die Mädels ein großes. Heute ist es diesig und etwas kalt. An all den anderen Tagen wurden wir von der Sonne verwöhnt. Wir schlendern zurück und packen unsere Sachen ins Auto. Dann geht es ein letztes Mal zum Dojo St Philibert in Trégunc. Es werden Reden gehalten und sogar der Oberbürgermeister und der Bürgermeister für den Sport sind gekommen. Es gibt Crêpes. Diese werden dampfend zubereitet. Jakob versucht sich an der Crêpespfanne. Wir genießen die Gastfreundschaft und bedanken uns bei allen. Besonders Myriam, Marie und Michele haben für uns Beachtliches auf die Beine gestellt. Wir hatten eine tolle Woche. Jeder von uns hält als Erinnerungsgeschenk ein selbstgebautes Segelschiff in den Händen.

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Dann steigen wir in den Bus und werden mit einem frenetischen Beifall verabschiedet. Wir lassen es uns nicht nehmen, noch einmal umzudrehen und mit offener Bustür im Schritttempo unseren Gastgebern zu huldigen. 1400 km liegen vor uns.

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2016 werden wir Besuch aus Frankreich bekommen. Wenn wir nur in etwa das Selbe leisten wollen, dann müssen wir jetzt einen Plan machen. Los geht’s!

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