Am 17. Januar 2026 fand in Leinefelde die Mitteldeutsche Meisterschaft im Ju‑Jitsu Fighting und Brazilian Jiu‑Jitsu (BJJ / ne waza) statt. Für unseren Verein ist dieser Wettkampf ein wichtiger Baustein im leistungsorientierten Sport in Weimar und ein zentraler Vergleich für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Athletinnen und Athleten aus den Landesverbänden Sachsen, Sachsen‑Anhalt und Thüringen trafen sich zu einem langen, aber gut organisierten Wettkampftag.
Der Start erfolgte 06:15 an unserer Turnhalle und pünktlich um 09:30 Uhr ging es in Leinefelde los, das letzte Finale endete erst gegen 17:30 Uhr. Vier Matten, ein reibungsloser Ablauf, eine sehr gute Versorgung und eine insgesamt angenehme Atmosphäre sorgten dafür, dass sich Sportlerinnen, Sportler, Trainer und Eltern gleichermaßen gut aufgehoben fühlten.
Starker Auftritt unserer Jugend – Ju-Jitsu & Brazilian Jiu-Jitsu in Weimar
Nach den frühen Kämpfen gingen auch unsere Kämpferinnen und Kämpfer aus der Jugendgruppe an den Start. Gerade im Ju‑Jitsu Fighting und Brazilian Jiu‑Jitsu (BJJ) zeigt sich, wie wichtig kontinuierliches Training und altersgerechte Entwicklung im Sport in Weimar sind. Das sportliche Niveau war durchweg hoch, die Leistungen konzentriert und diszipliniert. Insgesamt zeigte sich deutlich, wie positiv sich kontinuierliches Training, Geduld und Teamarbeit auszahlen.
Besonders hervorzuheben ist die Gewichtsklasse, in der Frida Klötzing, Andrea Marschall und Eve Haßmann gemeinsam antraten. Die Konkurrenz war stark besetzt, dennoch konnten alle drei ihre Kämpfe souverän gestalten.
Frida Klötzing überzeugte mit ausgeprägtem Kampfgefühl, Ruhe und Kontrolle. Sie dominierte ihre Gegnerinnen klar und gewann mehrere Kämpfe deutlich mit 50:0. Andrea zeigte ebenfalls eine sehr starke Leistung. Da beide in unterschiedlichen Pools kämpften, kam es im Finale zum vereinsinternen Duell. Dieses entschied Frida für sich, doch beide bestätigten an diesem Tag ihre sehr gute Form.
Eve setzte die Traineranweisungen konsequent um. Besonders ihre Mae‑Geri und Mawashi‑Geri waren sauber und effektiv, was sich klar in ihrer Gesamtleistung widerspiegelte. Auch wenn es für keine Platzierung reichte war eine deutliche Leistungssteigerung zu sehen.
Klare Siege und wertvolle Erfahrungen im Ju-Jitsu Fighting und BJJ
Jannik Koch hatte leider nur zwei Gegner. Den ersten, anspruchsvollen Kampf gewann er vor allem durch starke Techniken in Part 1 sowie eine schnelle Submission im Bodenkampf. Den zweiten Kampf entschied er innerhalb von unter einer Minute deutlich mit 50:0 für sich.
Valentin Genchik trat gegen drei teils körperlich überlegene Gegner an. Technisch war er klar überlegen, blieb ruhig und fokussiert und zeigte schnelle, saubere Würfe in Part 2. Seine Leistung wurde mit dem 1. Platz belohnt.

Constantin Barniske traf auf einen besonders starken Gegner, der 2025 Deutscher Meister geworden war. Trotz der hohen Qualität des Gegners kämpfte Constantin mutig, lag zwischenzeitlich sogar mit 7:1 in Führung und zeigte ein hohes technisches Niveau. Auch wenn die Kämpfe am Ende verloren gingen, war seine Leistung sehr überzeugend.
Julian Dürschmied startete in einer stark besetzten Klasse mit zwei Pools. Er gewann alle Poolkämpfe souverän mit 50:0. Besonders in Part 1 war eine klare Weiterentwicklung zu sehen, unter anderem durch präzise Ippons mit Handkante und hinterer Faust. Auch im Finale behielt Julian die Nerven und sicherte sich den Turniersieg aufgrund der höheren Anzahl an Ippons.
Weitere Ergebnisse und Einordnungen – Wettkampfsport im Brazilian Jiu-Jitsu
Jil Langer dominierte ihre Kämpfe, auch das Finale, das körperlich sehr fordernd war.
Miriam Maganuco zeigte eine klare Überlegenheit, wurde jedoch aufgrund einer umstrittenen Entscheidung disqualifiziert. Aus Trainersicht war keine Gefährdung erkennbar. Solche Situationen gehören leider zum Wettkampfsport und sind Teil des Lernprozesses für Sportler, Trainer und sicherlich auch die Kampfrichter.
Im Brazilian Jiu‑Jitsu (BJJ) konnte Carla Scherwinski ihre ersten Kämpfe gewinnen, unter anderem durch Würgetechniken und kontrollierte Bodenarbeit. Gegen eine sehr starke Gegnerin musste sie sich geschlagen geben. Hier liegt der Fokus künftig darauf, selbst früher die Kontrolle zu übernehmen.
Auch unsere jüngeren Starterinnen und Starter sammelten wichtige Wettkampferfahrung. Besonders Max Thore Jüttner zeigte bei seinem zweiten Wettkampf eine gute Leistung. Im Part 1 gilt es, künftig aktiver zu werden und mehr eigene Aktionen zu zeigen.
Ergebnisse unserer Kämpferinnen und Kämpfer
1. Platz:
- Julian Dürschmied,
- Valentin Genchik,
- Frida Klötzing,
- Jannik Koch,
- Jil Langer,
- Hermine Pfotenhauer,
- Timon Pfotenhauer,
- Fabius Reetz
2. Platz:
- Constantin Barniske,
- Miriam Maganuco,
- Andrea Marschall
- Carla Scherwinski
3. Platz:
- Elsa Cosenza,
- Lea Haßmann,
- Max Thore Jüttner
- Carla Scherwinski (BJJ)
- Juna Zink
Auch die Teilnehmenden ohne Podestplatz zeigten engagierte Leistungen und wichtige Entwicklungsschritte.
Zusammenarbeit über Vereinsgrenzen hinweg – starke Partner für Sport in Weimar
Unsere Athletinnen und Athleten traten in einer Kooperation mit der KSG Zeitz und dem SV Groitzsch an. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es uns, unseren Jugendlichen trotz struktureller Einschränkungen im eigenen Landesverband hochwertige Fördermöglichkeiten zu bieten. Der TJJV ist hierzu noch nicht in der Lage.
Unsere Top‑Athleten waren diesmal nicht am Start, da sie sich aktuell in der Ruhephase nach dem letzten Bundeskadertraining des DJJV befinden.
Fazit – Ju-Jitsu, Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) und moderner Sport in Weimar
Die Mitteldeutsche Meisterschaft 2026 war für unseren Verein und für den Ju‑Jitsu‑ und Brazilian‑Jiu‑Jitsu‑Sport in Weimar ein sehr erfolgreicher Wettkampf. Neben Medaillen und Platzierungen standen vor allem sportliche Entwicklung, Fairness und Teamgeist im Mittelpunkt. Für Jugendliche ab 14 Jahren und ihre Eltern zeigt dieser Wettkampf, was im Sport in Weimar durch regelmäßiges Training, Geduld und qualifizierte Betreuung im Ju‑Jitsu und Brazilian Jiu‑Jitsu (BJJ) möglich ist – Schritt für Schritt, ohne Druck, aber mit klaren Zielen.
Danke an unsere Trainer, Betreuer, Eltern und Sponsoren.
Christian Zink
